Projekt HELP GOMA

Auch heuer ist der Reinerlös der Rock In Dusty Valley Winter Edition einem guten Zweck bestimmt. Hier ein paar Informationen, welches Projekt ihr alle durch eure Teilnahme am Festival unterstützen könnt:

Vorbemerkungen

Das Projekt befasst sich mit der Realisierung einer Photovoltaikanlage auf einem der Dächer der Gebäude vom College Mwanga. Bei dem College Mwanga handelt es sich um eine Oberschule, in der über 1000 Schüler eingeschrieben sind. Der Direktor der Schule ist Pater Floribert Malemo, welcher das Projekt auch initiiert hat. Da es in der Stadt kein funktionierendes Stromnetz gibt, können bis zum heutigen Zeitpunkt sowohl Beleuchtung, Küchengeräte als auch Computer für Unterricht und Verwaltung nicht regelmäßig bis gar nicht verwendet werden. Eine Photovoltaikanlage mit Akku für einen Inselbetrieb würde die Situation sehr verbessern. Die Anlage würde nicht nur für das College Mwanga Verwendung finden, sondern auch für das angrenzende Studentenheim, dem Caritas-Sitz und der angrenzenden Volksschule mit ca. 2000 Schülern.

Geografische Lage

Das College Mwanga befindet sich in der Stadt Goma, eine Großstadt mit über 1 Million Einwohner an der Ostgrenze der Demokratischen Republik Kongo.

goma goma2

Die Stadt liegt nördlich des Kivu-Sees direkt an der Grenze zu Ruanda. Durch die brisante Situation an der Grenze, wird die Stadt häufig von Überfällen der an der Grenze angesiedelten Rebellengruppen heimgesucht. Die Stadt beherbergt daher größtenteils Flüchtlinge aus der ländlichen Umgebung, welche Schutz in der Großstadt suchen. Das schnelle Bevölkerungswachstum hat aber ein großes Defizit an Infrastrukturen als Folge. Das Stromnetz beispielsweise gibt es nur in gewissen Stadtgebieten, die Stromversorgung ist sehr mangelhaft, da nur wenige Stunden am Tag (meistens in der Nacht), Strom zur Verfügung steht.

Da sich die Stadt ziemlich genau unterhalb des Äquators befindet, und es im Jahr relativ viele Sonnentage gibt, wäre die geografische Lage sehr geeignet für eine Photovoltaikanlage.

Details zur Projektausführung

Das Projekt sieht vor, eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 20 kWp aufzustellen, an die das gesamte Schulgelände angeschlossen wird. Um die genannte Leistung zu erreichen sind Paneele mit einer Gesamtfläche von ca. 130 m2 erforderlich. Diese Flächen stehen auf den Dächern des Hauptgebäudes zur Verfügung. Die Installation auf dem Dach hat den Vorteil, dass die Paneele nicht so leicht durch Passanten beschädigt oder gestohlen werden können. Von dem Photovoltaikgebäude aus werden dann die einzelnen Schulgebäude über an der Oberfläche verlegte Stromleitungen an die Stromquelle angeschlossen. Leitungen können nicht eingegraben werden, da sich der Untergrund hauptsächlich aus Lavagestein zusammensetzt, welches ein händisches Graben fast unmöglich macht.

Die Paneele und alle für die Realisierung der Anlage erforderlichen Materialien und Werkzeuge werden über einen Containertransport nach Goma versandt. Dort wird die Anlage dann unter der Schirmherrschaft von „MIR SARNER“ (Handwerkervereinigung im Sarntal) und anderen Südtiroler Spezialisten (Zimmerer, Elektriker, Spengler, …) ausgeführt und größtenteils in Zusammenarbeit mit in Goma ansässigen Handwerkern aufgebaut. Durch das Know-How, welches die Südtiroler Fachmänner mitbringen, kann die Anlage mit Unterstützung von Handwerkern aus Goma in Betrieb genommen werden. Die lokal angesiedelten Handwerker lernen bei der Installation der Anlage gleichzeitig das Funktionsprinzip kennen, damit sie später selbstständig die Wartungsarbeiten durchführen können. Die Verantwortung, dass die Anlage stets gepflegt wird, übernimmt Pater Floribert Malemo. Besitzer wird das Kollege Mwanga, das wiederum der Diözese Goma untersteht. Alle Südtiroler Handwerker, welche sich bereit erklärt haben, an dem Projekt mitzuarbeiten, arbeiten auf freiwilliger Basis und werden nicht entlohnt. Für die Handwerker aus Goma ist eine Vergütung angedacht.

Fazit

Eine Photovoltaikanlage mit Inselbetrieb würde die aktuelle Situation für das College Mwanga deutlich verbessern. Da Bildung in einem Entwicklungsland, wie der Demokratischen Republik Kongo, eher Mangelware ist, kann durch Investition in Schulen die Entwicklung der Stadt positiv beeinflusst werden. Für die Schüler ist es enorm wichtig den Umgang mit PC und Internet zu erlernen, um für das weiter Berufsleben gewappnet zu sein und den Anschluss an die westliche Welt nicht ganz zu verlieren. Somit wäre das Kollege Mwanga, in dem von Kriegen heimgesuchten Nord-Kivu, ein Vorreiter und sicherlich auch ein Garant für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt.